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Geld, Tickets und die üblichen Fallen

Redaktion Weihnachten in Wien (DECOLED s.r.o.) · aktualisiert 21 September 2026 · 3 Min. Lesezeit

Wien ist im Advent keine teure Stadt, wenn man drei Dinge weiß: wie die Zeitkarten seit 2026 funktionieren, was Pfand ist und wo man kein Bargeld wechseln sollte.

Blick von oben auf den nächtlichen Lichtpark, Lichtobjekte verteilt über die dunkle Rasenfläche
Der Schlossgarten von Fertőd während der Lichtparksaison. (Photo: DECOLED)

Zu den Angaben in diesem Text: die geprüften Termine und die Links zu allen Veranstaltern stehen in der Liste aller Märkte (geprüft am 21 September 2026). Öffnungszeiten, Preise und Programm im Fließtext beziehen sich auf die Saison 2025/26 oder auf den Stand der Veranstalterseite zum Zeitpunkt des Schreibens — bitte vor der Reise prüfen.

Währung und Zahlen

Österreich zahlt in Euro. Karte funktioniert fast überall, auch kontaktlos und auch an den Marktständen. Bargeld braucht man vor allem bei kleineren Kunsthandwerksständen und bei Trinkgeld.

Wenn ein Kartenterminal anbietet, den Betrag in Ihrer Heimatwährung abzurechnen, lehnen Sie ab und zahlen in Euro. Diese sogenannte dynamische Währungsumrechnung kostet jedes Mal ein paar Prozent.

Bargeld wechseln Sie in einer Bank, nicht an einer Wechselstube in einer Touristenstraße. „Keine Kommission“ heißt nur, dass die Marge im Kurs steckt.

Der Ticketfehler, den es seit 2026 gibt

Die Wiener Linien haben mit Anfang 2026 die 48- und 72-Stunden-Karten eingestellt. Wer sich auf einen älteren Reiseführer oder einen alten Blogbeitrag verlässt, sucht an der Automatenmaske nach etwas, das es nicht mehr gibt.

Es bleiben: Einzelfahrschein 3,20 EUR (Kinder 6–14 Jahre 1,60 EUR, gültig 80 Minuten in eine Richtung), 24-Stunden-Ticket 10,20 EUR, 7-Tage-Ticket 28,90 EUR in Papierform oder 25,20 EUR digital. Für einen Aufenthalt von drei bis vier Tagen rechnet man also durch: ab etwa acht Fahrten ist die digitale Wochenkarte die günstigste Zeitkarte.

Gedruckte Fahrscheine müssen vor Fahrtantritt an den blauen Entwertern gestempelt werden. Tickets aus der WienMobil-App sind bereits gültig. Kontrolliert wird regelmäßig und in Zivil.

Das Pfand

Punsch und Glühwein werden in Keramikhäferln ausgeschenkt, und darauf kommt Pfand — in Wien meist 3 bis 5 EUR, am Rathausplatz 5 EUR. Es steht nicht auf der Preistafel und kommt zum Getränkepreis dazu.

Das ist keine Falle, sondern ein System: Sie bekommen das Geld bei der Rückgabe an einem Stand desselben Marktes zurück. Wer das nicht weiß, hält den ersten Punsch für doppelt so teuer, wie er ist — und wer es weiß und das Häferl trotzdem behält, hat ein Souvenir gekauft.

Taxis

Für die Märkte in diesem Guide braucht man kein Taxi: Rathausplatz, Freyung, Am Hof, Maria-Theresien-Platz und Stephansplatz liegen im Gehbereich zueinander, alles andere hängt an einer U-Bahn- oder Ringlinie.

Wenn doch, dann per Telefon oder App bestellen oder an einem offiziellen Standplatz einsteigen, und auf das laufende Taxameter achten. Ein Zuschlag für Bestellung und für Nachtfahrten ist zulässig und normal.

Die fünf üblichen Fallen

  1. Abrechnung in der eigenen Währung. Immer Euro wählen, egal was das Terminal vorschlägt.
  2. Nicht entwerteter Papierfahrschein. Gekauft ist nicht entwertet. Bei der Kontrolle zählt nur der Stempel oder das App-Ticket.
  3. Die 72-Stunden-Karte, die es nicht mehr gibt. Seit 2026 eingestellt — rechnen Sie neu.
  4. Konzertkarten von Straßenverkäufern in Kostüm. Wer ein Konzert will, kauft an der Kassa des Hauses oder auf dessen Website.
  5. Die Rechnung im Lokal. 5 bis 10 Prozent Trinkgeld sind üblich; prüfen Sie, ob bereits etwas aufgeschlagen wurde, bevor Sie noch einmal aufrunden.

Was ein Abend kostet

Zur Einordnung, auf Basis der Preise aus der Saison 2025: Ein Heißgetränk kostet meist 4,50 bis 6 EUR, dazu einmalig 3 bis 5 EUR Pfand, das Sie zurückbekommen. Eine warme Kleinigkeit liegt je nach Markt bei etwa 6 bis 12 EUR. Der Eintritt auf alle in diesem Guide gelisteten Wiener Märkte ist frei.

Zwei Personen, die an einem Abend über zwei Märkte gehen, je zwei Getränke und etwas zu essen nehmen und mit den Öffis unterwegs sind, landen grob bei 45 bis 70 EUR. Die einzige Position mit Eintritt außerhalb Wiens ist der Advent auf Schloss Hof: 12,00 EUR für Erwachsene, 6,00 EUR für Kinder.

Über die Grenze

Wer den Tagesausflug nach Fertőd macht, wechselt die Währung: In Ungarn zahlt man in Forint. Der Lichtpark im Schloss Esterházy nimmt Karte, aber keine SZÉP-Karten und keine Gutscheine. Die Eintrittspreise stehen in Forint auf der Parkseite; online ist günstiger als an der Kassa.

Für die Anfahrt mit dem Auto gilt: In Österreich brauchen Sie eine Vignette für Autobahnen und Schnellstraßen. In Ungarn ist die Strecke Sopron–Fertőd über die Landstraßen 84 und 85 in der Regel mautfrei; wer auf die M85 oder M1 wechselt, braucht die ungarische e-matrica. Der Park wird von DECOLED betrieben, dem Herausgeber dieser Seite.

Häufige Fragen

Gibt es die 72-Stunden-Karte der Wiener Linien noch?

Nein, sie wurde mit Anfang 2026 eingestellt. Es gibt Einzelfahrscheine zu 3,20 EUR, das 24-Stunden-Ticket zu 10,20 EUR und das 7-Tage-Ticket zu 28,90 EUR in Papierform beziehungsweise 25,20 EUR digital.

Warum ist mein Punsch teurer, als auf der Tafel steht?

Weil Pfand für das Häferl dazukommt, in Wien meist 3 bis 5 EUR, am Rathausplatz 5 EUR. Sie bekommen es bei der Rückgabe zurück.

Kann ich überall mit Karte zahlen?

An den großen Märkten fast überall, auch kontaktlos. Kleinere Kunsthandwerksstände nehmen lieber Bargeld. Wählen Sie an Terminals immer die Abrechnung in Euro.

Kosten die Wiener Weihnachtsmärkte Eintritt?

Alle in diesem Guide gelisteten Wiener Märkte sind gratis. Eintritt zahlt man nur beim Advent auf Schloss Hof in Niederösterreich: 12,00 EUR für Erwachsene, 6,00 EUR für Kinder.

Welche Währung brauche ich für den Ausflug nach Fertőd?

Ungarische Forint. Der Lichtpark nimmt Karte, aber keine SZÉP-Karten und keine Gutscheine; online gekaufte Tickets sind günstiger als an der Kassa.

In diesem Text erwähnte Ziele

WeihnachtsmarktEintritt frei

Wiener Christkindlmarkt am Rathausplatz

1. Bezirk — Innere Stadt · 13.11.2026 – 26.12.2026

WeihnachtsmarktEintritt frei

Weihnachtsmarkt Stephansplatz

1. Bezirk — Innere Stadt · 06.11.2026 – 26.12.2026

Weihnachtsmarkt

Weihnachtsmarkt Schloss Hof

Niederösterreich — Marchfeld (rund 50 km östlich von Wien) · 14.11.2026 – 20.12.2026, jedes Wochenende sowie am 7. und 8.12.2026

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